{"id":315,"date":"2023-01-05T17:36:17","date_gmt":"2023-01-05T17:36:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.charmeundstil.de\/?page_id=315"},"modified":"2023-01-05T18:02:14","modified_gmt":"2023-01-05T18:02:14","slug":"leseprobe-magen-an-zunge","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.charmeundstil.de\/?page_id=315","title":{"rendered":"Leseprobe &#8211; Magen an Zunge"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-center has-vivid-purple-color has-text-color\"><strong>Von der Wiege bis zur Bahre, schicken die Organe ihre Kommentare<br>von Anneliese Axthelm<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><em>\u201eMir wird das jetzt alles zu viel\u201c,<br>beschwerte sich der Magen,<br>machte dicht und schickte alles,<br>was kam, zur\u00fcck.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Vorwort<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Liebe Leser,<\/p>\n\n\n\n<p>Wir nehmen unseren K\u00f6rper eigentlich nur bewusst wahr, wenn wir Schmerzen haben oder irgend etwas nicht funktioniert oder wenn wir \u00e4lter werden. Aber was der K\u00f6rper, die Organe, die Sinne und die Psyche t\u00e4glich, tags und nachts leisten, dar\u00fcber machen sich eigentlich nur Mediziner Gedanken und Menschen, die anderen helfen, ihre Normalit\u00e4t im K\u00f6rper wiederzufinden. Der \u201eOttonormalverbraucher\u201c lebt einfach. Der eine etwas ges\u00fcnder, als manch anderer. Aber was passiert bei einem zu viel, zu ungesund, zu schwer, zu heftig oder zu au\u00dfergew\u00f6hnlich?<\/p>\n\n\n\n<p>Als ich einen Beitrag im Radio h\u00f6rte \u00fcber einen Jugendlichen, der seinen Geburtstag zu heftig feierte, fragte ich mich, was wohl die Leber dazu sagt. So ist die Idee zu diesem Buch entstanden. Manchmal mit einem Augenzwinkern, manchmal aber auch mit Ersthaftigkeit im Hintergrund. Aber immer lustig.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich w\u00fcnsche den Lesern viel Spa\u00df beim Lesen und hoffe, dass sie immer auch an die \u201eInnereien\u201c denken, wenn sie drauf los leben.<\/p>\n\n\n\n<p>Ihre Anneliese Axthelm<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">Leseprobe &#8211; Seite 1<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Geburt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eBin ich heute diejenige, die gehen muss?\u201c Ihre Stimme klang \u00e4ngstlich.<br>\u201eWenn keine von den Spermien auf mich trifft, werde ich entsorgt, richtig?&#8220;<br>Eine Eizelle aus der letzten Reihe, die wahrscheinlich als Letzte geht, meinte nur lapidar:<br>\u201eDu bist nicht die Einzige und auch nicht die Letzte, die entsorgt wird.&#8220;<br>Andere Eizellen meldeten sich hastig zu Wort.<br>\u201eUnsere Menschin ist erst 19 Jahre, heutzutage machen die erst Karriere, ehe sie an Vermehrung denken.\u201c<br>\u201eAber es gibt auch ganz junge, die noch j\u00fcnger sind, als unsere Menschin.&#8220;<br>Eine hei\u00dfe Diskussion entbrannte \u00fcber den Sinn ihres Daseins. Erst als alle wieder ihre Stille fanden, merkten sie, dass ihre Mitbewohnerin von ihnen gegangen war. Tief im Innersten fragte sich nun jede Eizelle, werde ich die N\u00e4chste sein?<br>Die entschwundene Eizelle durchlebte auf ihrem Weg in die Geb\u00e4rmutter ein Wechselbad der Gef\u00fchle. Mit dem Gedanken an eine Entsorgung war sie gestartet. Nun keimte Hoffnung auf. Vielleicht gibt die Menschin gerade eine Party und ein fescher Junge gesellt sich zu ihr, dem sie nicht widerstehen kann.<br>Vielleicht, vielleicht, vielleicht\u2026\u2026Viele solche Vielleicht folgten ihr bis zur Schleimhaut der Geb\u00e4rmutter. Dort nistete sie sich ein und wartete. Es dauerte und dauerte. dann vernahm sie einen leichten Luftzug.<br>\u201eOk, ist da jetzt was, oder nicht?&#8220; Fragte sie sich. Weit in der Ferne bewegten sich Spermien, die sich alle M\u00fche gaben, voranzukommen, mit m\u00e4\u00dfigem Erfolg. Eins nach dem Anderen blieb irgendwo h\u00e4ngen oder erstarrte. Doch bei Einem hatte sie das Gef\u00fchl, dass es gut vorankommt. Dieses Eine musste sie anspornen, es ging ja auch um ihr Leben.<br>\u201eKomm schon, gib Gas, du schaffst es, gib alles, gleich bist du am Ziiiiiiiiiiiel!&#8220;<br>Es machte flupp und es war bei ihr tats\u00e4chlich gelandet.<br>\u201eHallo&#8220;, nach einer kurzen Benommenheit wegen des Endspurtes, klang das Hallo doch ganz freundlich.<br>\u201eNun hei\u00dft es teilen, teilen und nochmals teilen&#8220;, fl\u00fcstere sie, aber doch euphorisch und \u00fcbergl\u00fccklich, dass sie es geschafft hatte.<br>Nie wieder teilen im Leben Mann und Frau so entschieden, wie bei der Entstehung eines Menschen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von der Wiege bis zur Bahre, schicken die Organe ihre Kommentarevon Anneliese Axthelm \u201eMir wird das jetzt alles zu viel\u201c,beschwerte sich der Magen,machte dicht und schickte alles,was kam, zur\u00fcck.\u201c Vorwort Liebe Leser, Wir nehmen unseren K\u00f6rper eigentlich nur bewusst wahr, wenn wir Schmerzen haben oder irgend etwas nicht funktioniert oder wenn wir \u00e4lter werden. Aber was der K\u00f6rper, die Organe, die Sinne und die Psyche t\u00e4glich, tags und nachts leisten, dar\u00fcber machen sich eigentlich nur Mediziner Gedanken und Menschen, die anderen helfen, ihre Normalit\u00e4t im K\u00f6rper wiederzufinden. Der \u201eOttonormalverbraucher\u201c lebt einfach. Der eine etwas ges\u00fcnder, als manch anderer. Aber was passiert bei einem zu viel, zu ungesund, zu schwer, zu heftig oder zu au\u00dfergew\u00f6hnlich? Als ich einen Beitrag im Radio h\u00f6rte \u00fcber einen Jugendlichen, der seinen Geburtstag zu heftig feierte, fragte ich mich, was wohl die Leber dazu sagt. So ist die Idee zu diesem Buch entstanden. Manchmal mit einem Augenzwinkern, manchmal aber auch mit Ersthaftigkeit im Hintergrund. Aber immer lustig. Ich w\u00fcnsche den Lesern viel Spa\u00df beim Lesen und hoffe, dass sie immer auch an die \u201eInnereien\u201c denken, wenn sie drauf los leben. 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