Gedichte

Weggeblasen

Meine Liebe galt einem Boy, stark, witzig und treu,
Er prahlte und protzte ständig, ohne Scheu.
Der wollte was Besonderes sein
und lies sich auf manches Abenteuer ein.
Voller Stolz schenkte er mir sein Gedicht.
„Von mir“ lachte er mir ins Gesicht.
Für ihn wogen diese Zeilen schwer an Gewicht.
Doch da ahnte er noch nicht.

Denn was ich wusste, wusste ich genau,
diese Zeilen stammen von einer Frau.
Sich mit fremden Federn schmücken,
mich federleicht damit beglücken,
dies geht gar nicht, dacht‘ ich gelassen,
dafür muss er Federn lassen.
Er hatte das Gedicht in Auftrag gegeben.
Nur dumm, dass ich die Autorin gewesen.
Er hätte besser etwas von mir gelesen.

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